Der Konzertchor hatte zum „Mitsing-Konzert“ eingeladen

Der Konzertchor hatte zum „Mitsing-Konzert“ eingeladen

Am Montag nach dem 2. Advent herrscht im Jüdischen Waisenhaus auf dem Gang vor dem Betsaal munteres, erwartungsfrohes Gedränge, ehe sich die Türen öffnen, um die vielen bekannten und unbekannten Sängerinnen und Sänger einzulassen. Das Interesse am Mitsingen der ersten und dritten Kantate des „Weihnachtsoratoriums“ von J. S. Bach ist sehr groß; denn diese Musik gehört für viele unbedingt zu Weihnachten. Und wenn sich dann noch die Möglichkeit bietet, sie selber mitzugestalten, so ist das eine ganz besondere Freude.

Es muss nicht alles einwandfrei klappen wie bei einem professionellen Chor. Da kann es schon passieren, dass sich einige einfinden, die nur hören wollen. Was aber zählt, ist allein die Begeisterung am Mitwirken. Und die ist auch zu hören. Wenn sich am Schluss der Chor – in Personalunion mit dem Publikum – selber beklatscht, so schwingen Enthusiasmus und berechtigter Stolz mit.

Ein besonderer Dank gilt der Dirigentin Babette Neumann, die alle Fäden in der Hand hält, obwohl sie mit einem Klangkörper musizieren muss, den sie in dieser Zusammensetzung zuvor nicht kannte.

Und ein Lob für die jungen Solisten, allesamt Studenten der Hans-Eisler-Musikhochschule,. Faszinierend vor allem der Bassist und die Sopranistin. Und nicht zuletzt die das Orchester bewundernswert verkörpernde Pianistin.

Das nächste Mitsing-Konzert findet am 14. März 2020 um 18 Uhr in der Friedenskirche in Berlin
Niederschönhausen statt. Auf dem Programm steht dann die „Johannes-Passion“ von J. S. Bach.

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