Veranstaltungen

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Der Konzertchor Niederschönhausen hat sich in seiner langen Tradition schon ein reichhaltiges Repertoire erarbeitet und zur Aufführung gebracht. Auf dieser Seite finden Sie die Aufführungen seit 2009 in einer übersichtlichen Liste.

Anstehende Konzerte

Inhaltsverzeichnis

2017

Dezember 2017: Weihnachtsoratorium in einer kindgerechten Fassung

Es ist schon zur Tradition geworden, dass der Konzertchor das „Weihnachtsoratorium“ von Johann
Sebastian Bach in einer kindgerechten Fassung aufführt.
Ausführende: Solisten, Konzertchor der Friedenskirche, Kinderchor der Grundschule „Im Hasengrund“
Leitung: Babette Neumann und Susann Zülsdorf

Sonntag, 10. Dezember 2017
um 15:30 Uhr für Kinder empfohlen ab 5 Jahren und
um 17:00 Uhr für Kinder empfohlen ab 9 Jahren

Friedenskirche Niederschönhausen

Dezember 2017: Magnifcat in D / Kantaten 1 und 2 aus dem Weihnachtsoratorium

Am Vorabend des 1. Advents wird der Konzertchor ein ganz besonderes Konzert darbieten. Auf dem Programm stehen das herrliche „Magnificat“, der Lobgesang der Maria: Magnificat anima mea dominum (Meine Seele preise den Herrn), von Johann Sebastian Bach für Soli, Chor und Orchester, sowie die Kantaten 1 und 2 aus dem „Weihnachtsoratorium“ desselben Komponisten.

Ausführende: Konzertchor der Friedenskirche-Niederschönhausen und ein Projektkinderchor des Konzertchors sowie Orchester
Solisten: Doerte Maria Sandmann (Sopran), Roksolana Chraniuk (Alt), Jörg Genslein (Tenor), Jonathan Pas de la Zaens (Bass)
Leitung: Babette Neumann

September 2o17: W. A. Mozart: Requiem in d-moll

Um das „Requiem“ haben sich von Anfang an, zumal später in der Romantik, Legenden gewoben, aus denen sich beispielsweise auch der Film „Amadeo“ von Milos Forman speist. Schon der mysteriöse Auftraggeber warf viele Rätsel auf.

Mozart war bereits todkrank, als er die Arbeit an seinem „Requiem“ in Angriff nahm, das er nicht vollenden konnte. Sein Schüler und Assistent Franz Xaver Süßmayr ergänzte, gestützt auf Gespräche und Skizzen, das Werk, sodass Johannes Brahms sagen konnte: „Er hat die Anlage Mozarts sorgsam kopiert und sie mit so viel Fleiß und Pietät ergänzt.“

Obwohl der frühe Tod – Mozart war erst 35 Jahre alt – dem Komponisten die Feder buchstäblich aus den Fingern genommen hat, trägt das vollständige „Requiem“ unverkennbar Mozarts Handschrift. Der beeindruckende Eingangschor „Requiem aeternam …“ ist eine erschütternde Eingebung, deren ungeheure Suggestivkraft in der gesamten Musikliteratur ihresgleichen sucht. Das gesamte Werk ist eine tragische Tondichtung voll Schwermut und voller Ängste, die die schmerzliche Auseinandersetzung mit Tod und Leben widerspiegelt. Es setzt gewissermaßen den Schlusspunkt unter die arbeitsreichen, von Rastlosigkeit und Unruhe geprägten letzten Wochen Mozarts, der damit seine eigene Totenmesse geschrieben hat.

Christel Dobenecker

Solisten:
Sopran: Julia Giebel
Alt: Christiane Hiemsch
Tenor: Volker Nietzke
Bass: Matthias Jahrmärker

Konzertchor der Friedenskirche Niederschönhausen und Orchester der Friedenskirche Niederschönhausen
Leitung: Babette Neumann

Samstag, 23. September 2017, 20:00 Uhr, Ev. Hoffnungskirche

April 2017:“ Matthäus-Passion“ von Heinrich Schütz

„Unser Leben währet siebenzig Jahr und wenn’s hochkömmt, so sind’s achtzig Jahr. Und wenn es köstlich gewesen ist, so ist es Müh und Arbeit gewesen.“ So hat es Heinrich Schütz formuliert. Am Ende seines schaffensreichen Lebens komponierte er im gesegneten, aber von Krankheit gezeichneten Alter von 81 Jahren die „Matthäus-Passion“, die „Historia des Leidens und Sterbens unsers Herrn und Heilandes Jesu Christi nach dem Evangelium St. Matthäus“, für den Dresdener Hof. Es ist ein A-cappella-Werk, da gemäß einer bis Ende des 17. Jh. geltenden Verordnung während der Passionszeit in der Dresdener Schlosskapelle keine Instrumente erklingen durften.

Die „Matthäus-Passion“ von 1666, setzt sich zusammen aus reinen biblischen Texten der Leidensgeschichte. Ihre erzählenden Partien werden einstimmig solistisch rezitiert: Psalmodierend wird über das Passionsgeschehen reflektiert. Der Chor schlüpft in unterschiedliche Rollen: In teils äußerst emotionsgeladenen Miniaturen treten Hohepriester, Schriftgelehrte, Kriegsknechte, Älteste oder Jünger auf. Hier zeigt sich Schütz‘ vollendete Kunst der musikalischen Gestaltung des Wortes.

Mit dem beeindruckenden Schlusschor: „Ehre sei Dir, Christe“, klingt die „Matthäus-Passion“ aus, ein spätes Kleinod des großen Meisters des Vorbarock Heinrich Schütz.

Ausführende: Kammerchor der Friedenskirche Berlin Niederschönhausen
Solisten: Peter Ewald (Evangelist), Werner Blau (Jesus)
Leitung: Babette Neumann

Samstag, 8. April 2017, 18:00 Uhr, Friedenskirche Berlin Niederschönhausen

2016

Dezember 2016: Mitsing-Konzert zur Weihnachtszeit

Konzert mit Liedern zur Weihnacht, das zum Mitsingen und zum Zuhören einlädt.
Ausführende sind der Konzertchor der Friedenskirche Niederschönhausen, sowie der Kinderchor der Grundschule im Hasengrund und der Elternchor „Charlotte 19 – mehr als nur ein Ton“
Leitung: Babette Neumann und Susann Zülsdorf

Mittwoch, 21. Dezember 2016, 18:30 Uhr, Friedenskirche Niederschönhausen

Dezember 2016: Weihnachtsoratorium für Kinder

Wie es inzwischen bereits Tradition geworden ist, wurde 2016 auch das „Weihnachtsoratorium“ für Kinder aufgeführt,

Sonntag, 4. Dezember 2016, 15:30 Uhr für jüngere Kinder ab 5 Jahre, Friedenskirche Niederschönhausen
Sonntag, 4. Dezember 2016, 17.:00 Uhr für ältere Kinder, Friedenskirche Niederschönhausen

November 2016: Weihnachtsoratorium / Magnifcat

Anders, als die Jahre zuvor gewohnt, gab es 2016 nur eine Aufführung: Am Vorabend des 1.Advents, am 26. November 2016, bot der Konzertchor der Friedenskirche ein ganz besonderes Konzert dar. Auf dem Programm standen aus dem „Weihnachtsoratorium“ von J. S. Bach die Kantaten 1 und 3 sowie als Höhepunkt vom selben Komponisten das herrliche „Magnificat“, der Lobgesang der Maria: „Magnificat anima mea dominum“ (Meine Seel erhebt den Herrn), für Soli, Chor und Orchester.

Ausführende:

  • Doerthe Maria Sandmann (Sopran)
  • Sigrid Wiedemann (Alt)
  • Volker Nietzke (Tenor)
  • Matthias Jahrmärker (Bass)
  • Konzertchor der Friedenskirche Niederschönhausen
  • Orchester
  • Leitung: Babette Neumann

Samstag, 26.November 2016, 19.30 Uhr, Gethsemanekirche

Juni / Juli 2016: Waldesnacht, du wunderkühle

Waldesnacht, du wunderkühle“ – Unter diesem Motto trat der Konzertchor im Sommer 2016 mit Perlen der deutschen romantischen A-cappella-Chormusik auf.

Dargeboten werden so innige wie leidenschaftliche, selten aufgeführte Chorsätze von Felix Mendelssohn Bartholdy, Johannes Brahms und Max Bruch. Es wird eine klingende, von Melancholie, Sehnsucht und Schmerz kündende Reise durch den Tag und durch das Jahr, umrahmt von Bach-Chorälen und der Bach-Motette „Lobet den Herrn, alle Heiden“ – einem jubelnden Lobgesang auf Gottes Natur, sowie der Sonate in G-Dur für Gambe und Truhenorgel von J. S. Bach.

Leitung: Babette Neumann
Gambe: Waltraut Gumz
Orgel: Sebastian Glöckner

Samstag, 4. Juni 2016; 18:00 Uhr Wolgast – St. Petri-Kirche.
Freitag, 15.Juli .2016, 20.00 Uhr, in der Friedenskirche Berlin-Niederschönhausen,
Samstag, 16. Juli 2016: 19:30 Uhr, in der Kirche zur Frohen Botschaft in Berlin-Karlshorst, Weselerstr.

April 2016: „Come again, sweet love…“

Der Kammerchor Niederschönhausen singt altenglische Madrigale von John Dowland, Thomas Morley u. a.
Max Hattwich spielt dazu Laute.
Leitung: Babette Neumann

Samstag, 30. April 2016, 19:30 Uhr, Friedenskirche Niederschönhausen

2015

November / Dezember 2015: Weihnachtsoratorium für Kinder

Samstag, 28. November 2015, 17:00 Uhr, Gethsemanekirche
Sonntag, 6. Dezember 2015, 16:00 Ihr Friedenskirche Niederschönhausen

November 2015: Weihnachtsoratorium von J. S. Bach

Der Konzertchor der Friedenskirche Niederschönhausen und das Orchester musizieren unter der Leitung von Babette Neumann.
Solisten sind Doerthe Maria Sandmann (Sopran), Sigrid Wiedemann (Alt), Volker Nietzke (28.11.: Tenor), Jörg Genslein (29.11.: Tenor) Matthias Jahrmärker (Bass)

Samstag, 28. November 2015, 19:30 Uhr, Gethsemanekirche, Kantanten I-III
Sonntag, 29. November 2015, 17:00 Uhr, Gethsemanekirche, Kantaten I, IV, V

 

September 2015: „Paulus“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy

Angeregt durch C. F. Zelter, brachte Felix Mendelssohn Bartholdy im Jahre 1929 die „Matthäus-Passion“ von Johann Sebastian Bach zur Wiederaufführung und begründete damit die Bach-Renaissance im 19. Jahrhundert. Nicht von ungefähr weist nun also das Oratorium „Paulus“ (nur wenige Jahre später, zwischen 1834 und 1836 entstanden) auf diese Erfahrung zurück und kann als ein wirklich genialer Zusammenklang von barocker Formenstrenge und romantischer Gefühlswelt bezeichnet werden. Mendelssohn lässt in diesem großen Chorwerk, das den Wandel des Saulus von Tarsus zum frühchristlichen Missionar Paulus nachempfindet, die Haupthandlung, wie Bach es getan hat, in den Rezitativen vom Erzähler vortragen, wobei die großartigen Chöre zum Teil leidenschaftlich in die Handlung eingreifen oder sogar die Rolle der aufgewühlten Menschenmenge übernehmen. Beeindruckende Arien untermalen das dramatische Geschehen.

„Paulus“ ist bis heute ein Meisterwerk, umso erstaunlicher, wenn man bedenkt, dass der Komponist bei der Uraufführung 27 Jahre alt war.

Konzertchor der Friedenskirche
Solisten: Doerthe Maria Sandmann (Sopran), Monika von Westernhagen (Alt). Volker Nietzke (Tenor), Matthias Jahrmärker (Bass)
Leitung von Babette Neumann

Samstag, 19. September 2015, 19:30 Uhr, Gethsemanekirche

Juli 2015: Kammerchor: Eine kleine Nachtmusik


Unter dem Titel “Gesänge und Texte vom Wasser” lädt der Kammerchor des Konzertchores zu einem musikalisch-lyrischem Abend in die Friedenskirche ein.

In loser Folge reihen sich unterhaltsame Lieder und Texte aneinander, die alle mit dem Wasser verbunden sind.
Was wären wir ohne dieses feuchte Element?
Fast unzählige Dichter und Musiker haben sich mit diesem Thema beschäftigt und es in ihren Werken auf unterschiedlichste Art und Weise verarbeitet.Wem fiele nicht sogleich der Goethesche „Zauberlehrling“ oder das Volkslied „Bald gras ich am Neckar“ ein?
Auch geht es um Nixen und Wassermänner, es handelt vom Meer und natürlich von der Liebe.

Es erklingen Kompositionen von Johannes Brahms, Max Reger und Manfred Schlenker unter der Leitung von Babette Neumann.
Die Gedichte werden von der bekannten Schauspielerin Ulrike Luder vorgetragen.

Freitag, 10. Juli 2015, 21:00 Uhr, Friedenskirche Niederschönhausen

2014

November / Dezember 2014: Weihnachtsoratorium für Kinder

Das Kinderweihnachtsoratorium, welches 2013 von dem Konzertchor erstmalig aufgeführt wurde, wurde 2014 gleich zweimal präsentiert. Einmal in der Gethsemanekirche am Samstag, 29. November 2014 um 17:00 Uhr und am Sonntag, 7. Dezember 2014 um 16:00 Ihr in der Friedenskirche. Ein Erzähler führt kindgerecht in die Geschichte des Weihnachtsoratoriums und die Weihnachtsgeschichte ein, Musiker stellen ihre Instrumente vor, dazwischen erklingen immer wieder die schönsten Passagen aus Bachs berühmtem Werk. Ein festlicher, lehrreicher und unterhaltsamer Start in die Adventszeit für Jung und Alt, bei dem auch der Eingangschoral zu hören sein wird.

Samstag, 29. November 2014, 17:00 Uhr, Gethsemanekirche
Sonntag, 7. Dezember 2014, 16:00 Uhr, Friedenskirche Niederschönhausen

November 2014: Weihnachtsoratorium von J. S. Bach

“Jauchzet, frohlocket…” , der Eingangschor des Weihnachtsoratoriums von Johann Sebastian Bach versetzt viele Menschen in eine festliche, weihnachtliche Stimmung. Auch in diesem Jahr führt der Konzertchor der Friedenskirche Niederschönhausen wieder das Weihnachtsoratorium auf und lässt dabei den Eingangschor gleich mehrfach erklingen. Am Samstag, 29. November 2014 werden um 19:30 in der Gethsemanekriche im Prenzlauer Berg (Stargarder Straße 77; 10437 Berlin) die Kantaten I bis III aufgeführt und Sonntag, 30. November 2014 um, 17:00 Uhr die Kantaten IV, V und ebenfalls wieder die erste Kantate. An beiden Tagen musizieren unter der Leitung von Babette Neumann Doerthe Maria Sandmann (Sopran), Sigrid Wiedemann (Alt), Jörg Genslein (Tenor) und Matthias Jahrmärker (Bass), sowie Kinderchöre und das Orchester.

Samstag, 29. November 2014, 19:30 Uhr, Gethsemanekirche, Kantanten I-III
Sonntag, 30. November 2014, 17:00 Uhr, Gethsemanekirche, Kantaten IV, V und I

September 2014: „Die letzten Dinge“ von Louis Spohr

Fast eine Rarität: Louis Spohr „Die letzten Dinge“ in Gethsemane
Sopranistin erlitt nach Uraufführung Schwächeanfall vor Ergriffenheit

Berlin im September 2014 – Dieses Werk ist eine sensationelle Neuentdeckung: Nachdem das Oratorium „Die letzten Dinge“ von Louis Spohr nach seiner Premiere 1826 jahrzehntelang in Deutschland und England aufgeführt wurde, verschwand es irgendwann schlagartig aus den Repertoires der Chöre. Nun ist es vom Konzertchor Niederschönhausen wieder entdeckt worden und wird Mitte September in Gethsemane präsentiert. Der Überlieferung nach war die Sopranistin nach der Uraufführung so ergriffen, dass sie von der Bühne geführt werden musste. Und auch heute noch begeistert das Werk durch seine harmonischen und doch ungewöhnlichen Chorpartien, in denen Spohr gekonnt alle musikalischen Klischees der Zeit vermeidet und immer wieder neue Klänge findet, die sofort das Herz der Zuhörer erreichen. So ist etwa „Preis und Ehre ihm“ ein beeindruckender Einleitungssatz, in dem Religiosität als Herzensangelegenheit von Menschen zum Klingen gebracht wird. Ergänzt werden die wunderbaren Texte durch Spohrs Sinn für den romantischen Orchesterklang. Unterstützt wird der Konzertchor Niederschönhausen bei diesem Konzert vom Chor der Laurentiuskirche in Schönberg, Mecklenburg-Vorpommern. Gemeinsam haben die beiden Chöre dieses wunderbare Werk erarbeitet.

Unter der Leitung von Babette Neumann musizieren
der Konzertchor der Friedenskirche Niederschönhausen und
Orchester und Chor der Laurentiuskirche Schönberg

Solisten:
MV Sopran: Sarah Buder-Lin
Alt: Monika von Westernhagen
Tenor: Robert Sellier
Bass: Matthias Jahrmärker

Samstag, 13. September 2014, 19:30 Uhr, Gethsemanekirche
Samstag, 20. September 2014; 20:00 Uhr, Evangelisch-Lutherische St.-Laurentius-Kirchgemeinde Schönberg in Mecklenburg

Juni 2014: „Licht und Schatten“ – Sommerkonzert

Die Gegensätze hell und dunkel waren im Sommer 2014 unser Thema.
Mit Werken aus der Bachfamilie und von Johannes Brahms wurden interpretiert.

Es soll ein Todesfall im Freundeskreis gewesen sein, der Johannes Brahms dazu bewogen hat, die ergreifende Motette „Warum ist das Licht gegeben dem Mühseligen?“ zu komponieren. Und selbst wenn man an einem lauen Sommerabend die Friedenskirche zur Andacht betritt, wird man sich dieser fast mystischen Stimmung, die Brahms damit in uns weckt, nicht erwehren können. Angelehnt an biblische Texte ist von der Todessehnsucht des gequälten Hiob die Rede und von dessen Flehen nach Erlösung. Dennoch machen die wunderschönen Harmonien und die interessante Chromatik Hoffnung. Zum Teil sechsstimmige Chorpassagen verstärken den Zauber (Text: BS)

Konzertchor der Friedenskirche Niederschönhausen
Leitung: Babette Neumann

Freitag, 27. Juni 2014, 20:00 Uhr, Friedenskirche
Samstag, 28. Juni 2014, 20:30 Uhr, Zionskirche Berlin-Mitte
Samstag, 29. Juni 2014, 17:00 Uhr, Jakobikirche Luckenwalde

2013

Dezember 2013: Adventskonzert Ich steh an deiner Krippen hier

Konzert- und Kammerchor sowie Kirchenchor und Bläserchor laden zum festlichen Adventskonzert in die Friedenskirche ein. Es erklangen unter anderem bekannte Choräle aus dem Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach sowie Werke von Johann Eccard. Der Bläserchor rundet das Programm ab mit festlichen Klängen zur Weihnachtszeit von Georg Friedrich Händel und Felix Mendelssohn-Bartholdy.

Sonntag, 15. Dezember 2013, 17:00 Uhr Friedenskirche Niederschönhausen

November 2013: Weihnachtsoratorium Kantaten I – VI – Johann Sebastian Bach

Konzertchor der Friedenskirche, Kinderchöre, Solisten und Orchester
Leitung: Babette Neumann

Samstag, 30. November 2013, 17:00 Uhr, Gethsemanekirche, Kantaten I-III
Sonntag, 1. Dezember 2013, 17:00 Uhr, Gethsemanekirche, Kantaten IV- VI

 

November 2013: Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach für Kinder

Geschichten und Musik rund um das WO
Dieses Konzert ist etwas ganz Besonderes: Ein Erzähler führt kindgerecht in die Geschichte des Weihnachtsoratoriums und die Weihnachtsgeschichte ein, Musiker stellen ihre Instrumente vor, dazwischen erklingen immer wieder die schönsten Passagen aus Bachs berühmtem Werk. Ein festlicher, lehrreicher und unterhaltsamer Start in die Adventszeit für Jung und Alt.

Interpreten Konzertchor der Friedenskirche Niederschönhausen, Orchester, Solisten
Leitung: Babette Neumann

Samstag, 30. November 2013, 17:00 Uhr Gethsemanekirche

 

September 2013: „Die letzten Dinge“ von Louis Spohr – Ausschnitte

Dieses Werk ist eine sensationelle Neuentdeckung: Wurde das Oratorium „Die letzen Dinge“ von Louis Spohr nach seiner Premiere 1826 jahrzehntelang in Deutschland und England aufgeführt, verschwand es irgendwann schlagartig aus den Repertoires der Chöre. Schön, dass es nun wieder entdeckt und von dem Konzertchor Niederschönhausen in der Zionskirche präsentiert wird.
Der Überlieferung nach war die Sopranistin nach der Uraufführung so ergriffen, dass sie von der Bühne geführt werden musste. Und auch heute noch begeistert das Werk durch seine harmonischen und doch ungewöhnlichen Chorpartien, in denen Spohr gekonnt alle musikalischen Klischees der Zeit vermeidet und immer wieder neue Klänge findet, die sofort das Herz der Zuhörer erreichen.

So ist etwa „Preis und Ehre ihm“ ein beeindruckender Einleitungssatz, in dem Religiosität als subjektives Gefühl, als Herzensangelegenheit von Menschen zum Klingen gebracht wird. Ergänzt werden die wunderbaren Texte durch Spohrs genialen Sinn für den romantischen Orchesterklang.

Abgerundet wird der Abend durch zauberhafte Stücke für Oboe und Orchester (Domenico Cimarosa) sowie Klarinette und Orchester (Joseph Gabriel Rheinberger) und schließlich die immer wieder berührende Mendelssohn – Kantate „Verleih uns Frieden“. Diese hatte übrigens Robert Schumann so sehr beeindruckt, dass er über sie schrieb: „Das kleine Stück verdient eine Weltberühmtheit und wird sie in Zukunft erlangen.“
text: B.S.

Orchester und Konzertchor der Friedenskirche Niederschönhausen
Sopran: Doerthe Maria Sandmann / Bariton: Matthias Jahrmärker / Orgel: Sebastian Glöckner
Leitung: Babette Neumann

Samstag, 14. September 2013, 19:30 Uhr, Zionkirche Mitte.

 

Juni 2013: „Singet dem Herrn ein neues Lied“ – Geistliche Musik zur Sommerzeit

Chor- und Orgelwerke von F. Mendelssohn Bartholdy, H. Schütz, J.G. Rheinberger
Konzertchor der Friedenskirche
Leitung: Babette Neumann
Orgel: Kai Dittmann

Bilder des Konzerts in Rheinsberg:
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Artikel in der MAZ über das Konzert in Rheinsberg vom 11. Juni 2013

Samstag, 8. Juni 2013, 18:00 Uhr, Friedenskirche Niederschönhausen
Sonntag, 9. Juni 2013, 17:00 Uhr, St.-Laurentius-Kirche, Rheinsberg

2012

Dezember 2012: Weihnachtsoratorium Kantaten I – VI – Johann Sebastian Bach

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Konzert- und Jugendchor der Friedenskirche, Kinderchor der Grundschule „Im Hasengrund“,
Orchester der Freunde der Friedenskirche,
Sopran: Sarah Buder-Lind
Alt: Christiane Hiemsch
Tenor: Johannes Kügling
Bass: Jonathan de la Paz Zaens
Leitung: Babette Neumann

Samstag, 1. Dezember 2012, 17:00 Uhr, Gethsemanekirche, Kantaten I-III
Sonntag, 2. Dezember 2012, 17:00 Uhr, Gethsemanekirche, Kantaten IV- VI

 

September 2012: Messe in c-Moll (KV427) / Exsultate – Wolfgang Amadeus Mozart

Leitung: Babette Neumann
Konzertchor der Friedenskirche
Orchester der Freunde der Friedenskirche
Solisten: Johanna Krumin, Sarah Buder, Johannes Klügling und Matthias Jahrmärker

Samstag, 1. Juni 2012, 19:30 Uhr, Gethsemanekirche

Juni 2012: „An hellen Tagen“ – Sommerkonzert des Konzertchores und des Bläserchores

Werke von H.L. Hassler, G. Gastoldi, J.S. Bach, G.Ph. Telemann, Beatles u.a.
Konzertchor der Friedenskirche, Leitung: Babette Neumann und Bläserchor der Friedenskirche, Leitung: Kai Dittmann

Samstag, 2. Juni 2012, 19:30 Uhr, Friedenskirche Niederschönhausen

2011

Dezember 2011: Festliche Musik zur Weihnachtszeit

Bläser- und Konzertchor der Friedenskirche,
Solotrompete: Johannes Huprich, Leitung Bläserchor und Orgel: Kai Dittmann
Leitung Konzertchor: Babette Neumann

Sonntag, 18. Dezember 2011, 17:00 Uhr, Friedenskirche Niederschönhausen

November 2011: Weihnachtsoratorium Kantaten I – VI – Johann Sebastian Bach

Weihnachten ohne eine Aufführung des Weihnachtsoratoriums von Johann Sebastian Bach ist für viele Klassikinteressierte heute nicht denkbar. Der Zauber der biblischen Weihnachtsgeschichte ist von Johann Sebastian Bach in eine – man möchte fast sagen – ewige Form gebracht worden, die alle Jahre wieder zur Advents- und Weihnachtszeit hauptsächlich in Konzerten erklingt. Ursprünglich hat Bach die 6 verschiedenen Kantaten für die Ausgestaltung der Gottesdienste der Leipziger Thomaskirche an den verschiedenen weihnachtlichen Festtagen komponiert. Inhaltlich wird die Erzählung der Geschichte durch den Evangelisten vorangebracht, der Chor gestaltet festliche Eingangschöre und stellt auch den Chor der Engel; in den Arien kommt eher die persönliche Frömmigkeit zum Ausdruck. Unvergleichlich ist die so genannte „Hirtensinfonie“ zu Beginn der 2. Kantate, in der das Orchester äußerst stimmungsvoll die Atmosphäre bei den Hirten auf dem Feld erschafft. Bewegende und klangvolle Choräle ergänzen das Gesamtbild.

Bei der Erfüllung seines Kompositionsauftrages, der die Erschaffung von Motetten, Kantaten und weiterer musikalischer Formen im Rahmen seiner Tätigkeit als Thomaskantor vorsah, bediente sich Bach des damals üblichen Parodieverfahrens. Einige Teile des Weihnachtsoratoriums findet man in anderen Werken Bachs; besonders interessant ist die Herkunft des Eingangschores: „Jauchzet, frohlocket“, der aus der Kantate: „Tönet, ihr Pauken, erschallet, Trompeten“ tonmalerisch eindrücklich auch in dieser Reihenfolge in die Instrumentierung umgesetzt wurde.

Der Konzertchor der Friedenskirche Niederschönhausen bringt das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach seit vielen Jahren mit allen 6 Kantaten zu Gehör. In diesem Jahr leitet die Kirchenmusikerin Babette Neumann beide Konzerte und es werden am 26.11.2011 um 17.00 Uhr wieder die Kantaten I-III erklingen. Als Besonderheit hat der Chor die Weihnachtskantate BWV 110 „Unser Mund sei voll Lachens“ einstudiert, die am 27.11.2011 um 17.00 Uhr zusammen mit den Kantaten V+VI des Weihnachtsoratoriums in der Gethsemanekirche Prenzlauer Berg aufgeführt werden.

Konzertchor der Friedenskirche, Orchester und Solisten Leitung: Babette Neumann

Samstag, 26. November 2011, 17:00 Uhr, Gethsemanekirche, Kantaten I-III
Sonntag, 27. November 2011, 17:00 Uhr, Gethsemanekirche, Kantaten IV- VI

Juni 2011: Festliche Ouvertüre – 100 und vierzig-Stimmige Chormusik

Der Konzertchor der Friedenskirche, bekannt für die qualitativ hochwertigen und emotional sehr berührenden Aufführungen der großen und bekannten Oratorien berühmter Komponisten, widmet sich in diesem Jahr einem eigens für die Festwoche zum 140. Bestehen der Friedenskirche zusammengestellten Programm. Es enthält als zentrales Werk die Motette: „Komm, Jesus, komm“ von Johann Sebastian Bach; eine seiner innigsten Kompositionen, die in ihrer doppelchörigen Ausführung den Chorsängern ein hohes Maß an Können abverlangt. Spannend und nicht weniger anspruchsvoll ist die Motette: „Jesus und die Krämer“ von Zoltan Kodàly , die sich inhaltlich mit einer Geschichte zum Thema „Haus Gottes“ zur Zeit Jesu befasst. Vervollständig wird das Konzert u.a. mit der sogenannten „Spatzenmesse“ von Wolfgang Amadeus Mozart.

Werke von Bach, Mozart, Kodály
Konzertchor der Friedenskirche
Orgel: Sebastian Glöckner
Kontrabass: Mirjam Witulski
Leitung: Cornelia Ewald

Samstag, 18. Juni 2011, 17:00 Uhr, Friedenskirche Niederschönhausen

 

Mai 2011: „Komm, Jesu, komm“ Johann Sebastian Bach

Einblicke in die Motette von Johann Sebastian Bach.

Konzertchor der Friedenskirche, Leitung: Cornelia Ewald
Musikwissenschaftlicher Vortrag: Dr. Dietmar Hiller, Konzerthaus Berlin

Im Gegensatz zu den Kantaten, die Bach als Leipziger Director musices und Thomaskantor in sonntäglicher Regelmäßigkeit aufzuführen hatte, sind seine fünf erhaltenen Motetten Ausnahmewerke, durchaus auch in ihrer Qualität. Die Auswahl der zu vertonenden Texte deutet auf Trauergottesdienste als Anlass, in denen Motetten anstelle der Kantaten des Sonntagsgottesdienstes musiziert wurden. In der Art der Zusammenstellung und musikalischen Auslegung der Texte sind Bachs Motetten durchaus mit seinem Kantatenwerk vergleichbar – in ihnen werden Bibelwort und Choralstrophe, aber auch freie Dichtungen in gegenseitigem Kommentar zu einer Aussage verknüpft, die für den Hörer kraft der Bachschen Musik eine tönende Predigt wird, aus der er Belehrung und Trost schöpfen kann.
Am Beispiel der Motette „Komm, Jesu, komm“ auf einen Text des Leipziger Theologen Paul Thymich sollen Aspekte von Text und Musik, von der Komplexität musikalischer Strukturen und ihre Wirkung auf Gemüt und Verstand des Hörers erörtert und nahegebracht werden.

Dietmar Hiller, 1958 in Berlin geboren, studierte Musikwissenschaft an der Humboldt-Universität (1984 Promotion zum Dr. phil.), ergänzt durch Orgelstudien bei KMD Erich Piasetzki (Berlin). Seit 1984 arbeitet er als Konzertdramaturg am Konzerthaus Berlin (Schauspielhaus am Gendarmenmarkt). Konzertverpflichtungen als Organist führten ihn in mehrere europäische Länder (Polen, Tschechien, Frankreich, Schweiz) sowie nach Brasilien. Seit 1988 unterrichtet er im Lehrauftrag Musikgeschichte an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“.

Samstag, 7. Mai 2011, 17:15 Uhr, Friedenskirche Niederschönhausen

2010

November 2010: Weihnachtsoratorium Kantaten I – VI – Johann Sebastian Bach

Weihnachten ohne eine Aufführung des Weihnachtsoratoriums von Johann Sebastian Bach ist für viele Klassikinteressierte heute nicht denkbar. Der Zauber der biblischen Weihnachtsgeschichte ist von Johann Sebastian Bach in eine – man möchte fast sagen – ewige Form gebracht worden, die alle Jahre wieder zur Advents- und Weihnachtszeit hauptsächlich in Konzerten erklingt. Ursprünglich hat Bach die 6 verschiedenen Kantaten für die Ausgestaltung der Gottesdienste der Leipziger Thomaskirche an den verschiedenen weihnachtlichen Festtagen komponiert. Inhaltlich wird die Erzählung der Geschichte durch den Evangelisten vorangebracht, der Chor gestaltet festliche Eingangschöre und stellt auch den Chor der Engel; in den Arien kommt eher die persönliche Frömmigkeit zum Ausdruck. Unvergleichlich ist die so genannte „Hirtensinfonie“ zu Beginn der 2. Kantate, in der das Orchester äußerst stimmungsvoll die Atmosphäre bei den Hirten auf dem Feld erschafft. Bewegende und klangvolle Choräle ergänzen das Gesamtbild.
Bei der Erfüllung seines Kompositionsauftrages, der die Erschaffung von Motetten, Kantaten und weiterer musikalischer Formen im Rahmen seiner Tätigkeit als Thomaskantor vorsah, bediente sich Bach des damals üblichen Parodieverfahrens. Einige Teile des Weihnachtsoratoriums findet man in anderen Werken Bachs; besonders interessant ist die Herkunft des Eingangschores: „Jauchzet, frohlocket“, der aus der Kantate: „Tönet, ihr Pauken, erschallet, Trompeten“ tonmalerisch eindrücklich auch in dieser Reihenfolge in die Instrumentierung umgesetzt wurde.

Zur Bildergalerie des Konzerts.

Konzertchor der Friedenskirche, Orchester und Solisten Leitung: Cornelia Ewald

Samstag, 27. November 2010, 17:00 Uhr, Gethsemanekirche, Kantaten I-III
Sonntag, 28. November 2010, 17:00 Uhr, Gethsemanekirche, Kantaten IV- VI

September 2010: „Der Messias“ von Georg Friedrich Händel

Am 25. September 2010 fand in der Gethsemanekirche die Aufführung des 1741 entstandenen Oratoriums „Messias“ von Georg Friedrich Händel statt. Die Darbietung und vor allem die chorische Leistung wurden von den Zuhörern begeistert gefeiert, sodass nach dem wundervollen „Amen“-Chor das „Halleluja“ wiederholt werden musste, zur enthusiastischen Freude der lauschenden Menschen.

Der „Messias“ ist ein monumentales Werk und unter den großen Oratorien Händels das wohl bekannteste. Beide Aspekte sind für Chor, Orchester und Solisten gleichermaßen eine ungeheure Herausforderung. Ihr stellten sich die vier Solisten, Bianca Reim (Sopran), Thomas Nauwartat (Altus), Friedemann Hecht (Tenor), Matthias Jahrmärker, mit ihren ausdruckstarken, fein nuancierten Stimmen, das neue barockorchester berlin mit seinen hervorragend gespielten, klangvollen Instrumenten und der Konzertchor mit großem Ernst, mit Freude und Hingabe. Solisten (erinnert sei an das Duett „Er weidet seine Schafe“ oder die Arie „Ich weiß, dass mein Erlöser lebet“), Chor (beispielsweise „Wahrlich, wahrlich“ oder eben „Halleluja“) und Instrumente (die weit mehr waren als nur Begleitung) fanden sich zusammen zu einem harmonischen Ganzen, das in dem gewaltigen „Amen“ am Schluss gipfelte, von dem Stefan Zweig sagt: „’Amen’, diese zwei knappen, raschen Silben, sie fasste Händel nun, um aus ihnen ein klingendes Stufenwerk bis in den Himmel zu bauen. Den einen Stimmen warf er sie zu und den andern im wechselnden Chore … und wie Gottes Atem fuhr seine Inbrunst in dieses Ausklangswort seines großen Gebetes, dass es weit ward wie die Welt und voll ihrer Fülle …“

Dass die Aufführung an diesem Herbsttag im September für alle Beteiligten ein schöner Erfolg und ein wunderbares Erlebnis wurde, verdankten sie dem engagierten, leidenschaftlichen Einsatz und musikalischen Können von Kirchenmusikerin Cornelia Ewald.

 

Juni 2010: Chorkonzert mit Werken von G.F. Händel, F. Mendelssohn-Bartholdy u.a.

Mitwirkende: Kinderchöre, Bläserchor und Konzertchor der Friedenskirche
Leitung: Cornelia Ewald

Samstag, 19. Juni 2010, 17:00 Uhr, Friedenskirche Niederschönhausen

2009

November 2009: Weihnachtsoratorium Kantaten I – VI – Johann Sebastian Bach

Konzertchor der Friedenskirche, Orchester und Solisten Leitung: Cornelia Ewald

Samstag, 28. November 2009, 17:00 Uhr, Gethsemanekirche, Kantaten I-III
Sonntag, 29. November 2009, 17:00 Uhr, Gethsemanekirche, Kantaten IV- VI

September 2009: „Elias“ – Oratorium von Felix Mendelssohn-Bartholdy

„Gänsehaut vom Anfang bis zum Ende“

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Der letzte Ton ist verklungen – und es passiert erst einmal nichts. Es ist einfach nur still. Erst allmählich brandet Applaus auf, wird immer stärker, bis er in fast stürmischen Ovationen endet.
Über zwei Stunden lang hatten die rund 600 Besucher dem Elias-Oratorium von Felix Mendelssohn Bartholdy in der Gethsemanekirche gelauscht und waren offenbar erstmal sprachlos. Kein Wunder, bei so einem monumentalen Werk mit „recht dicken, starken, vollen Chören“, wie Mendelssohn einst selber schrieb. Einige Zuhörer berichteten später, sie hätten beim ersten Einsatz der über 150 Sängerinnen und Sänger mit ihrem „Hilf Herr“ eine Gänsehaut bekommen, die sie das ganze Konzert über nicht mehr losgelassen hätte.

Seit Jahresbeginn hatte sich der Chor der Pankower Friedenskirche intensiv mit dem Elias beschäftigt. Jeden Montag in der Probe und zusätzlich an drei Chor-Wochenenden. Da wurde dann noch mal in Acht-Stunden-Schichten an Details des Werks gefeilt. Am 26. September dann der Höhepunkt: Das Konzert in der Gethsemanekirche. Als Novum gab es eine Kooperation mit den Young Voices, dem Chor des Max Delbrück Gymnasiums Pankow. Die Schüler hatten ebenfalls am Elias gearbeitet und sangen nun bei der Aufführung mit.

Besonders beeindruckend waren die vier Solisten Bianca Reim (Sopran), Almut Pessara (Alt), Hardy Brachmann (Tenor) und Wolfram Teßmer (Bass). Sie probten trotz engem Zeitplan engagiert mit und ließen sich offenbar von der Begeisterung der Laien anstecken. Auch das Orchester hatte sich mit großer Spielfreude und Können dem Projekt verschrieben. Schließlich hat Chorleiterin und Dirigentin Cornelia Ewald mit ihrem musikalischen Gespür und ihrer Leidenschaft ein außergewöhnliches musikalisches Ereignis geschaffen.

„Beeindruckend“, „ein Erlebnis“, „ergreifend!“ lauteten denn auch die Reaktionen der Zuhörer. Der Chor hatte aber auch alles gegeben: Mal in der Rolle des Volkes Israel, dann als Baalspriesterschaft, als Engelschor und wieder ein anderes Mal als „Überbringer“ allgemein religiösen Inhalts. Da war sein ganzes sängerisches und musikalisches Können gefragt. Vom Publikum besonders gelobt wurde auch die Verständlichkeit der gesungenen Texte, die an einigen Stellen ganz schön martialisch klingen: Ob es darum geht, dass Gott die vom Glauben Abgefallenen verfolgen und töten wird oder die Baalspriester zum Mord am Propheten Elias aufrufen: Die Geschichte ist stellenweise nichts für schwache Nerven. Aber genau das hatte Mendelssohn an der alttestamentarischen Geschichte vom Propheten Elias fasziniert: die leidenschaftliche und streitbare Figur. Sie gab ihm viele Möglichkeiten zur musikalischen Gestaltung: Seien es Zwiesprachen zwischen „Volk“ und Prophet, wunderschöne Arien oder herrliche Passagen für das Orchester. Auch die Stationen des biblischen Geschehens wie Dürre, Regen, Feuer oder die Erscheinung Gottes hat Mendelssohn in packende musikalische Bilder umgesetzt. Und so ist es vielleicht gar nicht so erstaunlich, dass eine Konzertbesucherin hinterher schrieb: „Wir sind begeistert, wollen mehr…“ (BS)

Ausführende: Konzertchor der Friedenskirche Niederschönhausen, Sopran: Bianca Reim, Alt: Almut Pessara, Tenor: Hardy Brachmann, Bass: Wolfram Teßmer, Young Voices MDO, Orchester Hauptstadtblech (Bilder: Peter Müller=

Samstag, 26. September 2009, 17;00 Uhr, Gethsemanekirche, Prenzlauer Berg

Juni 2009: Chorkonzert mit Werken von J.S.Bach, F. Mendelssohn-Bartholdy u.a.

Mitwirkende: Kinderchöre, Bläserchor und Konzertchor der Friedenskirche
Leitung: Kirchenmusikerin Cornelia Ewald

Samstag, 20. Juni 2009, 20:00 Uhr, Friedenskirche Niederschönhausen