Weihnachtsoratorien „ein großer Erfolg“

Weihnachtsoratorien „ein großer Erfolg“

Am ersten Adventswochenende hat der Konzertchor Niederschönhausen in zwei Konzerten jeweils zwei weihnachtliche Werke aufgeführt und damit an einem Abend Lehrer und Schüler zusammengeführt, die ein Leben lang in enger Freundschaft verbunden waren: Camille Saint-Saëns und Gabriel Fauré. Camille Saint-Saëns (* 1835 † 1921) gehört zu den wichtigsten Komponisten seiner Zeit.Im Alter von nur 23 Jahren,1858, schuf er für die Kirche La Madelaine in Paris sein ›Oratorio de Noel‹ (Weihnachtsoratorium) für Soli, Chor, Streicher, Harfe und Orgel. Er verarbeitete darin die Weihnachtsliturgie und Zitate aus den Evangelien des Lukas, Matthäus und Johannes. Eine lyrisch-kontemplative Stimmung liegt über dem ganzen Werk. Seine Devise lautete: »Im Grunde sind es weder Bach noch Beethoven oder Wagner, die ich liebe, es ist die Kunst.« Sein Schüler Gabriel Fauré (* 1845 † 1924) war zeitweise Organist an der Kirche La Madelaine. Er zählt zu den bedeutendsten Komponisten der für die Entwicklung der französischen Musik so entscheidenden Periode zwischen dem Deutsch-Französischen Krieg und dem Ersten Weltkrieg. Sein ›Cantique de Jean Racine‹ (Gesang von Jean Racine) entstand 1865 für gemischten Chor und Orgel und wurde 1905 für Orchester bearbeitet. Er ist ein geistliches Werk, inspiriert von einem anrührenden Text aus den ›Cantiques Spirituelles‹ (Geistlichen Gesängen) des Dramatikers Jean Racine (17. Jh.). Fauré genoss zeitlebens internationale Wertschätzung, zu der auch Reisen nach Italien und Deutschland (Weimar) beitrugen, die er gemeinsam mit seinem Förderer und Gönner Camille Saint-Saëns unternahm. Abgerundet wurde der Abend durch die Kantate Nr. 2 aus dem ›Weihnachtsoratorium‹ von Johann Sebastian Bach.

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